Galloway Rasse
Das Galloway-Rind stammt aus Südwest-Schottland und ist eine für die ganzjährige Freilandhaltung geeignete klein- bis mittelrahmige hornlose Robust-Rasse.
Ein wesentliches Merkmal der Galloways ist ihr doppelschichtiges Fell mit langem, lockigen Deckhaar und feinem, dichten Unterhaar. Dies und ihre vergleichsweise dicke Haut sowie der angepasste sparsame Stoffwechsel machen die Galloways besonders widerstandsfähig. Deshalb können sie ohne Probleme auch harte Winter im Freien überstehen.
Gezüchtet werden Galloways heute weltweit in den Farbschlägen black (schwarz), dun (falb, gelbbraun) und red (rot).
Gallowayrinder sind eine dominant hornlos vererbte Fleischrinderrasse. Die Galloways eignen sich ausgezeichnet für die Mutterkuhhaltung. Sie bringen bei extensiver Robusthaltung eine Fleischleistung von hervorragender Qualität. Sie sind friedfertig, genügsam, widerstandsfähig und langlebig.
Das Winterfell besitzt eine aussergewöhnlich gut schützende Isolationsschicht. Das Fell weist ein dichtes, mittelfeines Unterhaar auf, welches von gewelltem, längerem Oberhaar bedeckt ist. Isolationsfett ist darum bei den Galloways weitgehend unnötig. Das dichte Unterhaar garantiert auch unter extremen klimatischen Bedingungen eine stabile Körpertemperatur.
Für die ganzjährige Haltung im Freien genügt ein vor Wind schützender Waldrand oder ein Unterstand. Dort wo die schützenswerte Natur nicht sich selbst übrlassen werden kann und dort wo zum Beispiel Pferde oder andere Rinderrassen nur selektiv abweiden, kann das Gallowayrind als Landschaftspfleger eingesetzt werden. Selbst bei kargem Nährstoffangebot überzeugen die genügsamen Galloways durch ihre ausgezeichnete Futterverwertung und mit Fleisch allerhöchster Güte.
Auf den vorgeschichtlichen britischen Inseln gab es zwei Urformen heutiger Rinderrassen: die eine war hornlos (Vorfahren der Galloways), die andere hatte kurze Hörner (später Highland-, Devon- und Herefordrinder).
Die erste historische Beschreibung dieser Tiere geht auf den Dichter Livius (284 -204 v.Chr.) zurück. Die Römer kannten bereits das vorzügliche Fleisch der schwarzen Rinder, die sie als einzige Lebewesen den Hadrianswall, der die römische Provinz Britannia vor den wilden Stämmen aus Schottland schützen sollte, von Norden her passieren durften.
Quellen: Wikipedia und Swiss Galloway Society.
